Perlmutt und Paua Abalone aus dem Pazifik.

Perlmutt- Wer kennt es nicht, dieses einmalige organische Material mit seinen herrlich irisierenden Schichten.
Dieser wertvolle Schatz aus den Tiefen der Ozeane mit seiner wunderbaren Bezeichnung Mother of Pearl, die Mutter der Perle (Perlmutter), aus dem sich das Wort Perlmutt entwickelte, hat die Menschheit seit je her fasziniert.
Oder das neuseeländische Seeohr (Gattung Haliotis iris), welches man auch Abalone nennt, das wiederum in der Kultur der Maori als Paua bezeichnet wird und überhaupt als eine der farbenprächtigsten Meeresschnecken auf dieser Welt gilt

Perlmutt aus den Tiefen der Ozeane- Faszinierend und irisierend zugleich

Das Perlmutt entsteht durch eine Vermischung von sich überlagernden Mineralien wie Aragonit und Conchiolin , die durch ihre Zusammensetzung das Licht unterschiedlich reflektieren und infolgedessen die unverkennbaren schillernden Farbspiegelungen zustande kommen.

Perlmutt für Geld, Schmuck und große Fische.

Maori Angelhaken Matau aus Holz, Jade und der Perlmutt Schale der Paua Abalone
Maori Angelhaken Matau aus Holz, Jade und der Perlmutt Schale der Paua Abalone

Als eine gängige Währungseinheit (Muschelgeld) fand das Perlmutt auf den unzähligen polynesischen Inseln über viele Jahrhunderte Verwendung und wird z.B. noch heute aus kultureller und ritueller Sicht vor einer Heirat zum Auslösen der Braut benutzt.

Gerade wegen seiner optisch irisierenden Eigenschaft fand das Perlmutt auch für den Fischfang in den Weiten des pazifischen Ozeans große Verwendung.
Raubfische wurden durch den schimmernden Kunst- Köder aus Perlmutt, der an einer langen Leine hinter dem Waka (Kanu) hergezogen wurde, regelrecht angelockt, da sie diese schillernden Reflektionen für einen Schwarm kleinere Fische hielten.
Die Aufnahme rechts zeigt einen nachgebildeten Angelhaken, bekannt auch als Maori Symbol Matau, mit einem Schaft aus Holz, einem Haken aus Jade sowie aus dem Teil einer Abalone Meeresschnecke eingearbeitete Reflektionsfläche.

Und natürlich auch für Schmuckarbeiten aller Art findet das Perlmutt noch heute seine Bestimmung.
Bei der Gestaltung des Perlmutts zu einem attraktiven Schmuckstück setzt der Fachmann/Frau verschiedene Werkzeuge für die Feinarbeiten ein.
Mit geschickter Handarbeit wird dabei das schimmernde Leuchten des Perlmutts durch Schleifen und mehrfachen Polieren erhöht.
Die Goldlippigen und Schwarzlippigen Muscheln mit ihren verschiedenen golden, schwarzen und weißen durchzogenen Perlmuttschichten offenbaren nach ihrem Polieren der Oberflächen ihren ganz besonderen Charme.

Die Materialhärte des Perlmutts erreicht fast die der Nephrit Jade und zeichnet sich mit ihrer Beständigkeit und Langlebigkeit aus.

Ein glanzvolles Schmuckstück eben.


Eine Abalone Meeresschnecke, die der Maori Paua nennt

Polierte Schale einer Paua Abalone Meeresschnecke
Polierte Schale einer Paua Abalone Meeresschnecke

Die neuseeländische Paua Muschel ist genau genommen gar keine Muschel, sondern eine Meeresschnecke, die man nur in klaren, mineralhaltigen und unbeschmutzten südpazifischen Küstengewässern vor Neuseeland findet.

Diese Meeresschnecken, die man auch Abalone nennt, gehört zu der Gattung der Haliotis iris, Neuseeländische Abalone (Maori Bezeichnung Paua).
Sie ist wohl die schönste und zugleich ungewöhnlichste Schnecke der Ozeane.

Diese farbenprächtigen Schneckenschalen mit ihren intensiven Blau- und Grüntönen mit Andeutungen von Rosa und anderen Farbschattierungen geben jedem Schmuckstück ein interessantes und zugleich faszinierendes Aussehen.
Je nach Betrachtungswinkel variieren die Farben der Schneckenschale in schier unzähligen Farb- Variationen.

Die Geschichte der Neuseeland Abalone reicht weit zurück in die Maori Kultur, den Ur- Siedlern Neuseelands.
Diese Meeresschnecke war ein Teil ihres alltäglichen Speiseplans, als auch ein Teil ihren kulturellen Lebens.
Teile der Paua Schale wurden für Verzierungen jeglicher Art benutzt, wie unter anderem aus Holz geschnitzten Figuren, deren Augen mit Paua ausgekleidet wurden.
Oder als erweitertes Schmuckelement der mit reichhaltig ausgestattenten Schnitz- Verzierungen der Versammlungshäuser.
Natürlich fand auch Paua als Halsschmuck verschiedenartige Verwendung.

Noch heute serviert man die Neuseeland Abalone als Delikatesse, welche geschmacklich vergleichbar mit einer Weinbergschnecke ist.


Quelle der Matau Abbildung: Mit freundlicher Genehmigung von Bone Art Place Neuseeland


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